EVERY DAY CAIMI 209:“KEINE DER CORONA-MASSNAHMEN ZEIGTE WIRKUNG!“

Eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung ist die bisher umfassendste Studie zu Covid-Massnahmen (NPIs). Sie betrachtet 10 NPIs in 169 Ländern. Das Fazit: Keiner der NPIs hatte im Laufe der Zeit einen wesentlichen und konsistenten Effekt auf die Todesfälle durch Covid-19.

Als Reaktion auf Ausrufung der Pandemie durch die WHO haben die Regierungen nicht-pharmazeutische Interventionen (NPI) eingeführt. Diese NPIs zielen darauf ab, Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 zu verhindern, konzentrierte sich die bisherige Literatur über ihre Wirksamkeit auf Infektionen und auf Daten aus der ersten Hälfte des Jahres 2020. Die Ergebnisse früherer NPI-Studien können jedoch durch eine unzureichende Berichterstattung und eine nicht rechtzeitige Meldung der Fälle beeinflusst werden. Darüber hinaus erschweren die geringen zeitlichen Unterschiede bei der Anwendung dieser NPIs in der ersten Welle die Ermittlung zuverlässiger Ergebnisse.

Die neue Studie mit dem Titel „The Effects of Non-pharmaceutical Interventions on COVID-19 Mortality: A Generalized Synthetic Control Approach Across 169 Countries“ (Die Auswirkungen nicht-pharmazeutischer Interventionen auf die COVID-19-Sterblichkeit: Ein verallgemeinerter synthetischer Kontrollansatz über 169 Länder hinweg) erschien in Frontiers in Public Health.

Um diese Probleme zu umgehen, wurden in der Studie Daten zu täglich bestätigten COVID-19-bedingten Todesfällen pro Kopf aus Our World in Data und zu 10 verschiedenen NPIs aus dem Oxford COVID-19 Government Response Tracker (OxCGRT) für 169 Länder vom 1. Juli 2020 bis zum 1. September 2021 untersucht.

Es wurden keine substanziellen und konsistenten COVID-19-Todesfällereduzierenden Effekte der untersuchten NPIs gefunden. Zu sehen ist eine geringfügige Änderung des Trends der COVID-19-bedingten Todesfälle etwa 30 Tage nach der Einführung strenger Regeln für den Aufenthalt zu Hause und in geringerem Maße nach der Schließung von Arbeitsplätzen.

Interessant die Aussage im zweiten Absatz der Resultate: „Wie aus Abbildung 2 hervorgeht, zeigt unser Modell eine konsistente und statistisch signifikante mildernde Wirkung der Impfung auf die COVID-19-Todesfälle ab etwa Tag 45 bis Tag 110 nach der Behandlung. Dieser Effekt ist ebenfalls beträchtlich.“

Das ist tatsächlich der Zeitraum, in dem auch andere Untersuchungen eine Reduktion schwerer Verläufe zeigen. Die Frage stellt sich allerdings, was ist von Tag 0 bis Tag 44 und ab Tag 111.  Nimmt eine Periode von 6 Monaten, so hat man an 114 Tagen keinen Schutz und an 66 Tagen schon. Schlechtes Geschäft, würde ich sagen, insbesondere dann, wenn man noch die Nebenwirkungen mit einbezieht.

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1 Kommentar

  • Schneewittchen 4 Monaten ago

    «Zu sehen ist eine geringfügige Änderung des Trends der COVID-19-bedingten Todesfälle etwa 30 Tage nach der Einführung strenger Regeln für den Aufenthalt zu Hause und in geringerem Maße nach der Schließung von Arbeitsplätzen.»

    Wer seit längerer Zeit zu Hause sitzt, geht auch bei Schnupfen nicht testen, weil es ja gar nicht Covid sein kann, und so landet man auch nicht nach einem willkürlichen positiven Test mit Remdesivir an einer Beatmungsmaschine…

    «Die Frage stellt sich allerdings, was ist von Tag 0 bis Tag 44 und ab Tag 111. Nimmt eine Periode von 6 Monaten, so hat man an 114 Tagen keinen Schutz und an 66 Tagen schon.»

    Wer vor etwa Tag 44 stirbt (bis zwei Wochen nach dem zweiten Schuss), stirbt laut Definition vielerorts offiziell als Ungeimpfter, bis dahin also klarer Fall. In dieser Zeit machen des weiteren wohl viele eine Krankheit durch, worauf sie dann für eine Weile Ruhe davor haben.

    Gespritzte werden allgemein oftmals mit einem niedrigeren CT-Wert getestet (selbst wenn sie sterben), aber es gibt kaum Informationen, bis wie lange nach der Spikung. Da der Covidtod vom positiven Test und nicht von der Todesursache abhängig ist, scheint mir die Sache nicht so ganz klar.

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